Haibike Hero Max Semsch
HAIBIKE HERO

DER ERSTE eBIKE LANGTOURER: MAXIMILIAN SEMSCH

Im Alter von 21 Jahren unternimmt er seine erste Weltreise, die knapp drei Jahre dauert. Unterwegs schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs durch. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem er sich entscheiden muss: normales Leben oder Abenteuer? Er wählt letzteres und wird „hauptberuflicher Abenteurer“. Die Rede ist von Maximilian Semsch, der als Erster das eBike für die Langstrecke entdeckt hat.

MAL EBEN NACH SINGAPUR

Seine erste Tour plant er von München nach Singapur und will einen Film darüber drehen. Alleine. Am Ende der Reise hat Maximilian 80 Stunden Videomaterial gesammelt. Sieben Monate später ist der Film fertig. Er läuft auf insgesamt sechs internationalen Filmfestivals und erhält drei Auszeichnungen.

DER ERSTE eBIKE LANGTOURER

Auf der Suche nach einer neuen Tour stolpert er über das eBike. „Das große Thema der letzten Jahre in der Fahrradindustrie waren Elektromobilität, E-Bikes, Pedelecs. Jeder redete darüber, aber keiner hatte es bisher ausprobiert.“ Er entwickelt die Idee, die erste wirkliche eBike-Langstreckenfahrt zu unternehmen, um unter anderem die Technik auf Belastbarkeit zu testen. Und er hängt die Messlatte gleich auf die richtige Stufe. Sein Ziel: mit dem eBike einmal rund um den australischen Kontinent.

16.000 KM RUND UM AUSTRALIEN

Am Neujahrstag 2012 geht es los. Die Tour startet vor dem Sydney Opera House. Mit dabei sind dieses Mal seine Lebensgefährtin sowie ein Kameramann für noch bessere Filmaufnahmen. Was folgt, ist eine Tour durch extreme Hitze, lose, staubige Untergründe. Vollgepackt mit 30kg Gepäck entlang endloser Straßen und mit LKW-Fahrern, die so gar nichts mit Radfahrer anfangen können. Stets dabei: der hartnäckige Gegenwind. Max und seine Begleiter erfahren, als sie bereits bei der Hälfte der Tour angelangt sind, dass sie den Kontinent in der falschen Richtung umrunden. Egal, wie sie weiterfahren, der Wind wird in dieser Richtung immer von vorne kommen. Doch Umdrehen ist ausgeschlossen. 187 Tage später erreicht das kleine Team auch trotz aller Widerstände den Startort Sydney. Mit 16.047 Kilometern ist die „Around OZ“ Tour die erste und bis dahin längste Tour in der Geschichte des eBikes. Mit nach Hause bringt der gebürtige Münchner über 35.000 Fotos und mehr als 400 Stunden Videomaterial, die er für seine Vorträge und DVDs bzw. Blue-Rays unter dem Titel "What a Trip – Around Oz" veröffentlicht. 
Haibike Hero Max Semsch - Zitat

"Am besten eine Himmelsrichtung aussuchen und losfahren, es kommt sowieso alles anders als geplant. Frei nach dem Motto ‚der Weg ist das Ziel'."

Maximilian Semsch // eBike Langtourer

ABENTEUER DEUTSCHLAND - MIT DEM eBIKE DURCH 16 BUNDESLÄNDER

Bisher fuhr Max Semsch durch über 30 Länder mit dem Fahrrad und legte dabei rund 60.000 km zurück. Nur von einem Land hatte er bisher kaum etwas gesehen – seinem eigenen. Dies sollte sich aber schnell ändern, denn er ist überzeugt, dass das größte Abenteuer oftmals direkt vor der eigenen Haustür beginnen kann.

Auf seiner 7.500 km langen Reise besuchte Semsch in etwas mehr als vier Monaten alle 16 Bundesländer. Sein Weg führte ihn zunächst durch Bayern, dann durch die neuen Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Auch der Hauptstadt Berlin stattete er natürlich einen Besuch ab. Im Norden ging es dann weiter durch Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Die nächsten Bundesländer, durch die er fuhr, waren Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Von da ging die Reise weiter nach Baden-Württemberg und schließlich zurück nach München.

Deutschland besitzt rund 75.000 km Radfernwege, es ist somit möglich das gesamte Land zu bereisen, ohne auf der Hauptstraße fahren zu müssen. „Bisher hat es mich bei meinen Reisen immer in möglichst entfernte und exotische Länder gezogen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich bisher kaum etwas von meiner Heimat gesehen hatte, außer Autobahnen und Raststätten. Dabei besitzt Deutschland eine der besten Infrastrukturen für Radfahrer. Und so dachte ich mir: Warum nicht mal die unbekannte Heimat entdecken?“ sagt Max Semsch.

Über die gesamte Reise hinweg wurde Semsch immer wieder von Mitfahrern aus den unterschiedlichsten Regionen begleitet, die ihm ihre Heimat zeigten. Er traf sich mit über 200 Leuten, von der Religionslehrerin über den Tierarzt bis hin zu Skiflug Legende Jens Weißflog, der mit ihm durch seine Heimat, das Erzgebirge, fuhr.

Abenteuer bedeutet für Semsch zu entdecken, mit offenen Augen zu reisen und neugierig zu sein und dafür muss man nicht bis ans Ende der Welt fahren. Unser eigenes Land ist voll von außergewöhnlichen Menschen, spektakulären Landschaften, fast vergessenen Bräuchen und spannenden Geschichten. Und wie könnte man dies besser erleben als durch entschleunigtes Reisen mit dem Fahrrad. Semsch‘s Fazit nach der Reise: „Deutschland war für mich eines der abwechslungsreichsten und interessantesten Länder, die ich bisher besucht habe. Ich war total überrascht, wie viele wunderschöne Gegenden es direkt vor unserer Haustüre gibt.“

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Sam Pilgrim

Der Bike-Profi startete seine Dirt Jump Karriere schon früh im Alter von 14 Jahren. Seitdem fährt er bei internationalen Wettbewerben ganz vorne mit: 2011 gewann er den Red Bull District Ride in Nürnberg, 2013 holte er den Gesamtsieg bei der Freeride Mountainbike World Tour. 
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Andi Wittmann

Er ist einer der weltbesten Dirt-Biker, hält den Hochsprung-Weltrekord, organisiert Bike-Events und ist so fit, dass er ins Enduro-Renngeschehen einsteigen will. Nach einem Horror-Sturz sieht er seine Füße und sein Sportlerdasein komplett zerstört. Beim zähen Kampf zurück aufs Bike entdeckt er das von ihm zuvor arg gescholtene eBike.